Unglaublich – ich bin schon wieder arbeitslos! Meine Karriere als Ökoklempnerin hat ein Ende gefunden, schluchz.
Dabei hatten sie am Montag noch davon geredet, dass wir in den nächsten zwei Wochen alle ein iphone bekommen, und dass wir bald ne Party für alle Mitarbeiter machen und so. Aber nein, in den letzten 48h wurde alles wieder umgeschmissen: wir wurden heute morgen um 10 ins Büro gebeten, und da haben uns eine Reihe ernst schauender Managertypen erklärt, dass die Lage grad ganz schlecht aussieht, sie zu viele eingestellt haben etc., wir aber so gut seien, dass sie uns andere Vollzeitjobs anbieten … – aber wir sollten doch heute Abend, nach unserem letzten Arbeitstag, bitte unsere T-shirts wieder abgeben. Ich hatte zum Glück eine leise Ahnung und hab mein eigenes Hemd angezogen und das Arbeits-T-shirt nur mitgenommen, aber viele waren darin gewandet erschienen, und wie die heute Abend nach Hause kommen sollen ohne Oberteil – bestimmt ein Bild für die Götter!
Naja, die Jobs die wir stattdessen kriegen sollen sind Callcentre-Jobs, wo wir was verkaufen sollen – das mach ich sicher nicht. Ich hab aber grad schon ein paar gute Jobangebote im Internet entdeckt und bin guter Dinge, was schönes Neues zu finden – bin ja hier in Australien bisher ein reines Glückskind gewesen!
Es kommen auch noch ein paar gute Schwänke aus meinem kurzen, aber umso erlebnisreicheren Klempnerleben – aber jetzt muss ich mich erstmal verabschieden, um einen Topf Spaghetti zu kochen. Als Grundlage für heute Abend, wir wollen mit Laura (von der Mangofarm) um die Häuser ziehen. Sie ist jetzt Managerin bei ihrer Arbeitsstelle, vielleicht kann sie uns einstellen.
Ansonsten hab ich schon mit einem bei Paspaley telefoniert wegen Pearling-Jobs, und er sendet mir was per E-Mail, ist also alles schon am Laufen mit der Jobsuche. Geht schnell hier in Australien! Hopp, drin – hopp, wieder draußen – hopp, wieder drin! Es bleibt spannend … Ich bin jedenfalls guter Dinge, und das ist ja die Hauptsache, nicht wahr, Freunde und Kollegen?
Oh Mann, was für Idioten! Aber hey, Callcenter würd ich auch nicht machen – hab ich mal drei Tage lang während der Uni gemacht. Bezahlung natürlich nur auf Provisionsbasis, für jeden erfolgreichen Termin gabs nen kleinen Obulus und ne extra Belohnung wenn aus dem Verkaufstermin auch ein Verkauf resultierte. Blöderweise sprach die Meherheit meiner Telefonliste eher russisch als deutsch. Nach drei Tagen hatte ich noch immer keinen Erfolg – weil mir angeblich das nötige Talent fehlte (wohl eher die Russischkenntnisse im Herzen Hannovers). Echt ätzend. Reine Zeitverschwendung…
Jaa, hab auch mal so was in der Art gemacht, da waren die Leute schon total unfreundlich, und das war nur Datensammlung. – Das wär zwar ganz gut bezahlt gewesen (20$ pro Stunde plus Kommission pro verkauftem Vertrag), aber neee, neee, neee.